Das Oktoberfest steht vor der Tür

Das Oktoberfest steht vor der Tür

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Mehr als 200 Jahre Oktoberfest

Oktoberfeste gibt es schon seit langer Zeit. Einstmals wurde diese Festlichkeit dazu genutzt, vor einer neuen Bierbrausaison das eingelagerte „Märzenbier“ aufzubrauchen. Der Vorläufer des weithin bekannten Oktoberfestes in München hat seinen Ursprung in einer Festlichkeit zu Ehren der Vermählung von Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese von Sachsen-Hilburghausen. Am 12. Oktober 1810, vier Jahre nach dem Bayern zu Königreich wurde, fand dieses erste Oktoberfest, beruhend auf der Idee des Bankiers Kavallerie-Major Andreas von Dall’Armi, in Form eines Pferderennens statt.

Das Fest war ein großer Erfolg, so dass beschlossen wurde, es auch in den folgenden Jahren stattfinden zu lassen. Von nun ab richtete jedoch der „Landwirtschaftliche Verein in Bayern“ das Fest aus, das neben einem Pferderennen auch dazu genutzt wurde, die bäuerlichen Leistungen anzupreisen und zu präsentieren. Im Jahr 1813 fiel die Festlichkeit erstmals aufgrund der neapolitanischen Kriege aus, fand jedoch im Anschluss, ausgenommen der Jahre in denen Kriege oder Cholera es verhinderten, jährlich statt. 1819 Nahmen die Stadtväter Münchens die Organisation und Finanzierung in die Hand. Das Fest wurde um Schaubuden, Karussells und dergleichen erweitert, wodurch das Volksfest-Feeling des Münchner Oktoberfestes entstand.

Zwar ohne Pferderennen, jedoch mit viel Tradition

Folgend wuchs das Fest stetig an. Im Jahr 1850 wurde die Statue „Bavaria“ enthüllt, die „Wächterin über das Oktoberfest“. Neuerungen waren Jahr für Jahr zu erkennen, so auch 1881, als die erste Hendlbraterei eröffnet wurde. Aus dieser entwickelte sich die Tradition des Wiesenhendl, die bis heute gepflegt wird. Aus den kleinen Bierbuden entwickelten sich große Festzelte mit Musikkapellen, da der Besucherandrang ständig zunahm.
In der Zeit des ersten und Zweiten Weltkriegs fiel das Oktoberfest aus. Stattdessen wurden mehrere kleine Veranstaltungen organisiert. Das traditionelle Pferderennen wurde mit Ausnahme der Jubiläumsjahre 1960 und 2010, nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder ausgerichtet.

„O’zapft is“

Der Münchner Oberbürgermeister eröffnet seit dem Jahr 1950 jährlich die Wiesn mit dem Anstich des ersten Oktoberfestfasses und dem traditionellen Ausruf „O’zapft is“. Der jährliche Fassanstich durch das Oberhaupt der Stadt gehört ebenso zu den typischen Traditionen wie der Trachten- und Schützenumzug und der Einzug der Wiesnwirte.

Bis heute finden sich jährlich Massen an Menschen ein, um gemeinsam das Münchner Oktoberfest zu feiern. Dazu reisen die Freunde des Festes aus der ganzen Welt an. So wie auch in diesem Jahr zur 181. Wiesn, die vom 20. September bis zum 5. Oktober an ihrem heimischen Platz, der Theresienwiese, arrangiert wird. Eine kaum mehr überschaubare Menge an Attraktionen, Festzelten und Events macht den Besuch in jedem Jahr zu einem spannenden Erlebnis für die gesamte Familie.