Esch unterwegs | Beim Erzeuger für Premium-Schweinefleisch vom Pötterhof

Esch unterwegs | Beim Erzeuger für Premium-Schweinefleisch vom Pötterhof

Kommentarfunktion ausgeschaltet
|

Das Wetter zeigte sich bei unserem Besuch auf dem Pötterhof von seiner schönsten Seite. Warmer Wind und goldene Sonnenstrahlen zauberten ländliche Romantik auf den Bauernhof der Familie Steffens in Brüggen-Bracht. Die Hofeinfahrt ist gesäumt von einem bunten blühenden Farbenmeer. Freundlich werden wir von Willi Steffens empfangen, der bereits in vierter Generation den Bauernhof seit 1992 führt.

 

Ferkelerzeuger aus der Region

Die Ferkel werden im Alter von 3 Monaten von regional ansässigen Züchtern von Willi Steffens persönlich abgeholt. Somit ist ein kurzer und stressfreier Transport garantiert. Die Tiere können sich zudem schneller an ihre neue Umgebung gewöhnen. Hauptsächlich wachsen schwäbisch-hällische und Duroc-Schweine auf dem Pötterhof auf. Beide Rassen zeichnen sich durch die hohe Fleischqualität aus. Dabei müssen insbesondere die schwäbisch-hällischen Schweine unter anderem mit erzeugtem Futter aus der Region und ohne Masthilfsstoffe gefüttert werden. Die Duroc-Schweine zeigen eine sehr gute Bemuskelung.

Fokus auf natürliche und tiergerechte Haltung

Alle Tiere wachsen in sogenannten Außenklimaställen auf, die speziell von der Familie Steffens entwickelt wurden. Es gibt keine künstliche Belüftung. Reguliert wird die Belüftung durch spezielle Vorhänge je nach Witterungslage. In den Außenklimaställen werden zumeist 20 Prozent weniger Tiere gehalten als vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Dies sorgt für mehr Platz und dient dem besseren Freilauf der Tiere. In den strohbedeckten Ställen können die Tiere somit ihrem natürlichen Wühlbetrieb nachgehen. Zudem erledigen die Tiere ihr Geschäft nicht an den Futterstellen, sondern an dem weit entferntesten Punkt des Stalls. Durch das tägliche Abstreuen des Mistes wird die Geruchsbildung auf nahezu null reduziert. Es riecht nicht nach Ammoniak, sondern nach dem natürlichen Geruch der Schweine. Jedes Tier verfügt über seinen Ringelschwanz, da sie darüber kommunizieren.


Die Futterzentrale der Tiere

Auf dem Pötterhof werden die Schweine mit vegetarischem Futter versorgt. Dabei wird das Futter mit hochqualitativen Rohkomponenten, wie Gerste und Roggen, täglich frisch hergestellt. Die Mischung des Futters beinhaltet unter anderem auch sogenanntes Kokosfett, welches in Lebensmittelqualität verwertet wird. Die Luzerne werden täglich gemahlen und zum Futter hinzugefügt. Die Schweine vom Pötterhof erhalten somit eine ausgewogene und gesunde Ernährung.

 

Kein Einsatz von Antibiotika

Bei der Haltung der Tiere wird auf den Einsatz von Antibiotika verzichtet. Der Fokus liegt dabei auf vorbeugende Maßnahmen und darauf, dass das Immunsystem der Tiere so weit gestärkt wird, dass die Tiere nicht krank werden. Aus diesem Grund arbeitet man im Betrieb mit dem Einsatz von ätherischen Ölen oder auch mit Pfeffer.

Steffens: „Pfeffer hat eine antibakterielle Wirkung, die wir uns zu Nutze machen.“

Homöopathie und die alternativmedizinische Bioresonanztherapie gehören auch zum Gesundheitsprogramm der Tiere dazu.

Schlachtung der Tiere

Die Tiere werden mit ca. 10 Monaten geschlachtet, sofern ihr Gewicht rund 125 Kilo beträgt. Dabei gilt zu beachten, dass die Tiere heutzutage tierschutzgerechter geschlachtet werden, als es noch vor einigen Jahrzehnten der Fall war. Dies besagt auch die Gesetzgebung nach § 3 Abs. 1 der Tierschutz-Schlachtverordnung.

„Wir liefern die Tiere grundsätzlich den Abend vor der Schlachtung an“, so Willi Steffens. „Durch den Transport baut sich im Körper das Stresshormon Adrenalin auf, welches erst mindestens nach 2 Stunden abgebaut wird. Zuviel Adrenalin löst einen massiven Abbau des Glykogens im Muskelfleisch aus. Hat das Tier keine Möglichkeit sich vom Transport zu erholen und wird unterdessen getötet so kann der Abbau nicht erfolgen. Das hat erhebliche Auswirkungen auf die Fleischqualität. Das Fleisch wird übersäuert, verliert an Festigkeit und wird wässrig.“

 

Fazit für Sie als Verbraucher:

Das Schweinefleisch vom Pötterhof zeugt von hoher Qualität, was natürlich auf die Aufzucht, die Ernährung sowie auf die gesundheitliche Versorgung der Tiere zurückzuführen ist. Neben der tiergerechten Haltung und den kurzen Transportwegen bietet Ihnen der lückenlose Herkunftsnachweis ein hohes Maß an Sicherheit als Verbraucher.

Außerdem: Wer das Fleisch in der Pfanne anbrät, wird erkennen, dass es kaum an Wasser verliert und somit nicht schrumpft. Geschmacklich kann das Fleisch vom Pötterhof mehr als überzeugen. Zwar ist das Schweinefleisch vom Pötterhof auf den ersten Blick preislich gesehen etwas höher angesiedelt, ein Kauf lohnt sich jedoch definitiv. Sie unterstützen ein Produkt aus Ihrer Region, Sie erhalten beste Qualität und Sie wissen, woher ihr Fleisch stammt.

Zu guter Letzt:

Wir verlassen den Pötterhof. Zurück geht unser Blick auf eine Wiese vor dem Haupthaus, auf der sich Mini-Schweine in der Sonne rekeln und sich das Gras schmecken lassen.

Wir bedanken uns bei Willi Steffens für die Führung durch den Betrieb.

Hier geht es zur Homepage vom Pötterhof