Hintergründe zum Tag der Arbeit

Hintergründe zum Tag der Arbeit

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Morgen ist der erste Mai. Ein Tag zum Feiern. Doch warum eigentlich? 

Der 1. Mai 1886 war in den USA ein bedeutender Tag. Damals gingen mehrere hunderttausend Arbeiter auf die Straßen und demonstrierten gemeinsam für ihre Rechte. Zum ersten Mal in der Geschichte legten sie ihre Arbeit nieder und verliehen ihren Forderungen auf die Weise mehr Nachdruck. Leider endete dieser 1. Mai mit einem Massaker, da plötzlich eine Bombe gezündet wurde. Es waren Tote und Verletzte zu beklagen. Es wurde nie aufgeklärt, von wem das Zünden der Bombe ausging.

Der erhoffte Erfolg blieb nicht aus

In Deutschland kam es im Jahr 1890 zu Protestaktionen der Arbeitnehmer. Der Auslöser dafür war ein internationaler Kongress in Paris. Dort wurde von Teilnehmern beschlossen, dass am 01. Mai 1890 ein weltweiter Streik der Arbeiter stattfindet. Das Datum wurde einstimmig gewählt und sollte wohl an den „Kampftag der Arbeiterschaft“ in den USA erinnern. Viele der Streikenden verloren aufgrund der Teilnahme ihre Arbeit. Trotzdem lohnte sich ihr Einsatz. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Arbeitszeit von 10 auf 8 Stunden reduziert. Im Jahr 1919 beschloss die Regierung, dass der erste Mai ein gesetzlicher Feiertag wird.

Der Maifeiertag vor dem Zweiten Weltkrieg

Nicht in allen Regionen Deutschlands war die Neuregelung willkommen und so kam es, dass der Maifeiertag dort bereits ein Jahr später wieder abgeschafft wurde. Später nutzten die Nationalsozialisten unter der Führung Adolf Hitlers diesen Tag für Propagandazwecke. Kurzerhand wurde er in den „nationalen Feiertag des deutschen Volkes“ umbenannt. Militärparaden unterstrichen seine Bedeutung für die Politik. Nach dem Krieg bestätigten die Siegermächte den Feiertag. Sowohl in West- als auch in Ostdeutschland ist er seit dem Jahr 1946 als solcher anerkannt.

Der 1. Mai und seine Kundgebungen

Heute wird der Tag als Anlass genutzt, um auf Missstände in allen Lebensbereichen aufmerksam zu machen. Die Gewerkschaften rufen zu Demonstrationen auf, die sich gegen Altersarmut, niedrige Löhne und die soziale Ungerechtigkeit wenden. Leider kommt es dabei durch das radikale Vorgehen einiger Demonstranten immer wieder zu Ausschreitungen. Wesentlich friedlicher geht es in den Regionen zu, wo das Setzen des Maibaums zur Tradition gehört.